Kai-Uwe Götz
Fotografie  und Lyrik 



Faszination Kaleidoskop

Jeder kennt es aus seiner/ihrer Kindheit: das Kaleidoskop. Die Faszination die wir gespürt haben beim ersten Blick durch eines. Und die Faszination konnte immer wieder neu entfacht werden da durch ein Schütteln, Veränderung des Lichts oder Blickwinkels immer etwas Neues zu sehen gab.



Das Wort „Kaleidoskop“ stammt aus dem altgriechischen und bedeutet „Betrachter schöner Formen“. Erfinder war ein schottischer Physiker namens David Brewster der es 1817 zum Patent anmeldete.
Mittlerweile gibt es neben dem klassischen Kaleidoskop noch Ölkaleidoskope, Teleidoskope, Polyidoskope, Scherben- und Splitterkaleidoskope und auch schon digitale Kaleidoskope. Es gibt sie aus Pappe, Plastik Holz, Leder oder aus Messing. Zwischen 3€ und 100€ kann man für ein Modell ausgeben und sind heutzutage begehrte Sammlerobjekte.
Das größte Kaleidoskop war übrigens bei der Expo 2005 in Japan zu sehen: ein 47m hoher Turm mit einer 40m Durchmesser großen kugelförmiger Decke.


Kaleidoskope werden auch in der Meditation häufig zur Konzentration und Entspannung verwendet.
Das Betrachten sich ständig verändernder Formen hilft den Alltag zu entfliehen und in einen Zustand der Kontemplation zu gelangen.
Die Bilder eines Kaleidoskop können eine Quelle der Inspiration und Kreativität sein. Sie haben die Kraft unsere üblichen Grenzen der Wahrnehmung zu sprengen. Sie vermitteln uns das Verständnis dafür, dass jedes Ereignis, jede Situation aus verschiedenen Seiten betrachtet werden kann. Oder sollte.


Doch das Wichtigste ist für mich: der Blick durch ein Kaleidoskop lässt uns für diesen Moment wieder wie Kinder sein. Es vermag uns staunen zu lassen und einfache Freude im Augenblick des Sehens zu vermitteln. Es wird ja immer wieder gesagt, dass wir wieder mehr wie Kinder sein sollen – ein Kaleidoskop ist ein hervorragendes Gerät was uns dabei helfen kann. Ist man im Stress, geht einem der Alltag auf die Nerven oder befindet sich in einem schöpferischen Loch: ein paar Blicke durch ein Kaleidoskop kann da manchmal sehr hilfreich sein …